Katharina Mittelstaedt hat im STANDARD einen tollen Text dazu verfasst.

„Wir sehen im deutschsprachigen Raum, aber etwa auch in Japan ein sehr stark ausgeprägtes Mutterschaftsideal“, sagt Paul Scheibelhofer, Männlichkeitsforscher am Institut für Erziehungswissenschaften der Universität Innsbruck. Mutterschaft werde einerseits völlig überhöht, „gleichzeitig werden an Mütter enorm hohe Erwartungen geknüpft“.

Die Zahlen sind erschütternd.

Im September 2022 haben fast 100.000 Frauen Kinderbetreuungsgeld bezogen – und nur 5085 Männer.

Im Jahr 2021 hatten drei Viertel aller arbeitenden Mütter mit Kindern unter 15 Jahren einen Teilzeitjob, aber nur jeder zehnte Mann.

Es gehen mehr Männer in Karenz als früher, aber nur 1 Prozent der Väter ist länger als 6 Monate in Karenz.

Der große Gender Pay Gap macht das Problem noch schwerer zu lösen. Ich habe dazu einmal diesen Text verfasst.