Mit mehr als 1000 Quellen, Unmengen an Daten und historischen Bildern zeichnet der Botaniker Peter Poschlod in „Geschichte der Kulturlandschaft“ den Wandel der Natur zur Kulturlandschaft über die letzten 7000 Jahre in Mitteleuropa nach. Wirklich hoch interessant und ein must read für Landwirte, Politikerinnen, Naturschützer und jeden Nachhaltigkeitsinteressierten.

Was schützen wir eigentlich, wenn wir die Natur schützen? Großteils von Menschenhand geschaffene Lebensräume – etwa Heiden oder Magerrasen -, die aus land- und forstwirtschaftlichen Praktiken stammen, die heute immer seltener angewandt werden, weil sie nicht wirtschaftlich sind.

Auch wenn die Kulturlandschaft am stärksten im 20. Jahrhundert verändert wurde, zeigt Poschlod, wie lange Prozesse wie die Sesshaftwerdung, über Jahrhunderte oder Jahrtausende praktizierte extensive Weidehaltung, später die Aufklärung, das Denken in Kategorien wie Nutzen und die darauf folgende Ökononomisierung und nun Bürokratisierung über Jahrhunderte die Landschaft und Artenvielfalt prägten, die wir heute kennen.

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