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Ein YouTuber (3,75 Mio. Abos) erklärt seine 12 Einkommensquellen

Wirklich sehenswert für alle, die im Internet arbeiten oder Geld verdienen möchten. Was mich beeindruckte: Wie viel er mit Online-Kursen auf Skillshare macht.

Geld verdienen im Internet

Der Influencer Michi Buchinger verdient 20.000€ netto im Monat. Hat er bei Frühstück bei mir am Sonntag auf Ö3 erzählt.

Hut ab für die Transparenz.

Unternehmen verdienen mit dem Effekt der Werbung viel Geld – weil sie etwa mehr Produkte verkaufen – und da ist es absolut fair, dass Buchinger seinen Anteil daran bekommt.

Auch spannend: Daumen mal Pi kann man für ein Insta-Posting 200€ pro 10.000 Follower verlangen, sagt er. Für Stories etwas weniger. Meistens verkauft er Pakete.

Wer sich erklären muss hat schon verloren

Ich muss sie auf ihrer Gefühlsebene erwischen. Ein Beispiel: 2007 erregte der Fall Arigona Zogaj, die mit ihrer Familie in den Kosovo abgeschoben wurde, Aufsehen. Das Thema spielte später im Bundespräsidentschaftswahlkampf von 2010 erneut eine Rolle. Der Sender ATV ließ die Wirkung eines Interviews mit Fischer (Heinz, Präsidentschaftskandidat, Anm.) damals von uns per sogenannten Perception-Analyzer untersuchen. Das Publikum bestand aus verschiedenen Gruppen, die jeweils Parteien zuordenbar waren. Jede Person hatte einen Drehknopf vor sich, mit dem Zustimmung oder Ablehnung bekundet werden konnte – auf einer ganz emotionalen Ebene.

Zum Thema Zogaj sagte Fischer damals: „Wir können mit Kindern nicht so umgehen.“ Und da sind sogar die FPÖ-Wähler im Publikum, die stark für die Abschiebung waren, in eine emotionale Zustimmung gegangen. Fischer ist das Thema von einer ganz anderen Seite angegangen – nicht über Integrationspolitik, nicht von der rechtlichen Seite her, nicht mit erhobenem Zeigefinger – und er hat damit eine tiefe emotionale Zustimmung ausgelöst. Das gilt in vielen Bereichen: Sobald ich anfange zu erklären, bin ich schon auf der Verliererstraße. Man muss die Leute auf einer Gefühlsebene ansprechen.

Peter hajek in der standard

Das ganze Interview mit Meinungsforscher Peter Hajek.

480 Millionen urbane Inder

Dharavi’s location and fame make it a powerful example of a much bigger problem. India’s cities are home to over a third of its population, or around 480m people, and are the engines of its growth. Yet the poor conditions in which most city-dwellers live, learn and labour are a blight and significant speed limit. Around half live in slums and a third without a connection to piped water, according to the un. In 2016 a third of India’s urban-dwellers lived more than three to a room. In Dharavi’s hutments, as its slum shacks are called, a dozen people to a tiny room is not uncommon. “To live in a proper home, to have a toilet, it is a matter of dignity,” says Raju Korde, an entrepreneur in Dharavi.

Economist

Mehr im Economist.

In China sind es 900 Millionen Menschen, die in Städten leben. In der EU 330 Millionen, in den USA 275 Millionen. (Quelle: Weltbank)

Spenden – 2022

Ich spende einen Teil meines Einkommens. Ich lege das detailliert offen, weil ich andere Menschen mit gutem Einkommen in reichen Ländern wie Österreich oder Deutschland ebenfalls dazu inspirieren möchte.

Hilfsorganisationen, NGOs, Bedürftige

1500 Euro an GiveDirectly
1000 Euro an Malengo
300 Euro Nachbar in Not (Ukraine-Hilfe)
200 Euro an Bettler:innen
= 3000 Euro

Kultur, Initiativen, Medien

300 Euro Radlobby
192 Euro Crowdfunding Meduza
100 Euro Momentum Institut
72 Euro Andererseits
60 Euro Tag Eins
= 724 Euro 

Klima, Umwelt

500 Euro Good Food Institute
= 500 Euro

Das sind heuer in Summe EUR 4.224,-

Dazu kommen noch 330 Euro an Frontier (CO2-Entnahme) als Kompensation für einen Flug. Ich berechne meine Emissionen mit Atmosfair und veranschlage dann einen CO2-Preis von EUR 100,-

Ein 28-jähriger Twitch-Streamer und sein digitales Millionen-Biz

Was ich 2022 gelesen habe

Hier auf Goodreads könnt ihr euch die Bücher alle einzeln anschauen.

Der Erklär mir die Welt-Jahresrückblick 2020

  • Erklär mir die Welt gehört auf Apple und Spotify zu den am meisten gehörten Podcasts des Landes
  • Durch den ersten Lockdown sind die Hörer*innen-Zahlen leicht gesunken, danach weiter gewachsen
  • Serien zu den USA und zu Corona waren besonders beliebt, einige neue Projekte wurden umgesetzt

Mein persönliches Fazit?

Ein tolles Jahr, in dem sich Erklär mir die Welt als einer der beliebtesten Podcasts in Österreich etabliert hat. Und das, obwohl es viel neue Konkurrenz gibt. Podcasts sind endgültig in Österreich angekommen. Ich habe neue, coole Leute kennengelernt und nebenbei viel gelernt. Mittlerweile ist der Podcast sogar ein gutes Geschäft.

Wie haben sich die Zahlen entwickelt?

Gut. Im ersten Halbjahr sind sie leicht zurückgegangen. Ich denke das liegt daran, dass weniger Wege, auf die Uni, in die Arbeit, zur Schule, zurückgelegt wurden. Dann sind die Downloads aber weiter gestiegen.

Ab Mitte des Jahres gibt es einen statistischen Bruch, die Zahlen sind nicht mehr 100%ig mit denen davor vergleichbar. Die Spotify-Daten, die ich zuvor manuell eingefügt habe, werden jetzt automatisch bei meinem Hoster Simplecast berechnet. Dort werden die Zahlen von Spotify aber um bis zu zwei Drittel abgesenkt. Das heißt die neuen Zahlen sind etwas niedriger als die zuvor.

Durchschnittliche Downloads pro Woche 2018:   6.589 (41 Folgen)
Durchschnittliche Downloads pro Woche 2019: 13.678 (50 Folgen)
Durchschnittliche Downloads pro Woche 2020: 17.731 (57 Folgen)

Was hat 2020 sonst gebracht?

  1. Weil es den Podcast schon seit 2018 gibt, war mir wichtig, ihn weiter zu entwickeln. Basis dafür war eine Hörer*innen-Befragung im Mai, bei der 558 Leute Feedback und Vorschläge gegeben haben.
  2. Um laufend Feedback zu bekommen und Ideen auszutauschen, habe ich eine bewusst bunt gemischte WhatsApp-Feedback-Gruppe mit elf Personen gegründet, die mir seither sehr hilft.
  3. Neben dem beliebten Erklär-Format in Erklär mir die Welt gibt es seit heuer »deep dive«. Ich tauche mit interessanten Menschen tiefer in Themen ein, rede über das Leben, die Welt, Wissenschaft; die Folgen dauern länger und sind nerdiger. Love them (ihr scheinbar auch)!
  4. Ich habe begonnen, am Ende des Podcasts Bücher, Filme, Dokus, Podcasts etc. zu empfehlen, die ich selbst gerne mag. Die kommen gesammelt auf die neue Homepage, die 2021 endlich kommen wird.
  5. Es gibt seit heuer „Werbung für den guten Zweck“. Wenn der Werbeplatz in Erklär mir die Welt frei ist, stelle ich ihn karitativen Zwecken zur Verfügung. Mehr Infos dazu hier.
  6. Ich habe eine positive Frauenbilanz bei den Gästen zusammengebracht. Heuer waren 54 Prozent der Gäste im Hauptformat Frauen (28 von 52), deep dive kommt noch auf 0% (0 von 3, wird sich sehr bald ändern). Unter allen bisher erschienenen Folgen beträgt die Frauenquote 48%.
  7. Erklär mir die Welt ist etwas aktueller geworden. Ich habe zu Beginn versucht, mich gänzlich vom »News cycle« fernzuhalten. Der Podcast ist und soll »langsam« sein. Was aber sehr gut ankommt sind Hintergründe zu aktuellen Ereignissen (wie die Serie zu den US-Wahlen). Davon soll mehr kommen.

Wie geht es weiter?

Ich habe viele Projekte in der Pipeline. Konkret ist, dass bald eine neue Homepage kommt. Sie soll eine gute Übersicht für Einsteiger*innen geben und Fans zusätzliche Infos und Material liefern. Außerdem möchte ich mehr mit Lehrer*innen und Schulen zusammenarbeiten. Erklär mir die Welt ist dafür prädestiniert und wird jetzt schon von vielen Lehrer*innen eingesetzt.

Ich möchte mehr Inhalte für Klassen und Lehrer anbieten und das gemeinsam mit Expertinnen ausarbeiten. Wenn Corona hoffentlich vorbei ist, habe ich auch einige Ideen für den Ausbau der Community im Kopf, regelmäßige Treffen, Live-Aufnahmen, vielleicht sogar Wanderungen. Ich hoffe, dass die Pandemie das bald zulässt.

Ansonsten gibt es noch ein paar unkonkrete Ideen. Ich möchte neue Zielgruppen erschließen (vor allem konservativere Hörer*innen & Menschen, die formal niedrigere Bildungsabschlüsse haben) und Erklär mir die Welt soll auch YouTube zu finden sein (wie, weiß ich noch nicht). Die Themen sollen noch diverser werden, ich möchte auch in Gebiete vorstoßen, die mir selbst fremd sind (zum Beispiel Technik).

Außerdem habe ich eine sehr, sehr unkonkrete Idee von einer Art »School of Life«, also einem breiteren Bildungsangebot um Erklär mir die Welt. Das könnte aber auch erst 2022 kommen oder vielleicht auch nie, wer weiß das schon? Wer Vorschläge und Ideen hat, darf sich sehr gerne bei mir melden.

Warum gibt es so viel Armut in unserer reichen Welt?

Alle paar Sekunden verhungert auf der Welt ein Kind. Ich war 17 oder 18, als ich diesen Satz des Schweizer Autors Jean Ziegler das erste Mal las. Und ich weiß noch, wie er mich mitgenommen hat. Wie kann das sein? Wie kann es auf der Welt so viel Reichtum und zugleich so viel Armut geben? Eine schreiende Ungerechtigkeit. Du musst etwas tun. Nur was? Ich fing zu studieren an, die Jahre vergingen, aber eine klare Antwort fand ich nie.

Die Frage blieb, und auch die schreiende Ungleichheit auf der Welt. Etwa zehn Jahre, nachdem ich das erste Buch von Jean Ziegler gelesen habe, beschloss ich, dass es das nicht sein kann. Auf der Suche nach einer Antwort begann ich, mich solange mit diesem Thema zu beschäftigen, bis ich sie gefunden hatte. Weil ich wusste, dass ich mit der Frage nicht alleine war, schrieb ich meine Gedanken auf, ein Buch entstand. Heute habe ich sie.

Fangen wir von vorne an. Warum gibt es so viel Armut in unserer reichen Welt? Um uns einer Antwort zu nähern, lohnt es, die Frage auf den Kopf zu stellen. Denn ungewöhnlicher, als dass es Armut gibt, ist der unfassbare Wohlstand in einigen Regionen. Armut war die längste Zeit der Normalzustand. In Deutschland oder Österreich ist es noch nicht so lange her, dass fast jedes zweite Kind vor seinem fünften Geburtstag starb. Etwa 150 Jahre.

Das jährliche Einkommen im Westen ist in der Zeit von Jesus bis ins Jahr 1700 umgerechnet gerade einmal von 600 auf 1200 Dollar gestiegen. Heute liegt es in den USA bei mehr als 50 000 Dollar. Was war passiert? Die Industrielle Revolution. Sie begann in England, erreichte später Deutschland und Österreich. Sie ist der Schlüssel für den Wohlstand von Nationen. Denn Reichtum basiert zu einem Großteil auf der massenhaften Produktion von Gütern in möglichst kurzer Zeit: also auf der Industrie und auf Fabriken.

Ein gutes Beispiel ist der Textilsektor. Die längste Zeit musste ein Spinnrad mühsam betrieben werden. Bis James Hargreaves in England 1764 die „Spinning Jenny“ erfand, die erste industrielle Spinnmaschine, auf der nicht nur eine Spindel platziert wurde, sondern zwölf, wenige Zeit später 24. Seine Erfindung wurde kopiert und weiterentwickelt, 1775 gab es sie bereits in den USA, 1780 gab es schon Jennys mit 120 Spindeln.

Die „Jenny“ sorgte dafür, dass man viel mehr in der gleichen Zeit schaffte, war aber noch nicht revolutionär: Noch immer musste man das Spinnrad mit Muskelkraft bedienen. Bald wurde sie aber mit Wasserkraft betrieben.

Dann wurde die Dampfmaschine erfunden. Mit ihr konnte Kohle abgebaut und verbrannt werden, mit der man dann noch mehr Energie erzeugen konnte. Für Frankreich gibt es eine Berechnung, dass das Verbrennen von Kohle im Jahr 1880 die Muskelkraft von fast 100 Millionen Arbeitern ersetzte. Es wurden also in kurzer Zeit viele neue Sachen erfunden.

Aber warum in Europa? Einig sind sich Ökonomen und Historiker darüber nicht, aber ein paar Faktoren gelten für viele als wahrscheinlich. Da sind einmal zwei Revolutionen. Eine des Denkens und eine in der Politik. Die des Denkens ist die Aufklärung. Die Idee, sich seines eigenen Verstandes zu bedienen und dass Fortschritt möglich ist. Das gilt auch als Beginn der modernen Wissenschaft.

Die zweite Revolution ist eine politische. 1689 fand in England die sogenannte Glorreiche Revolution statt. Ein starkes Parlament wurde im Staat verankert. Der Willkür der Könige wurden Schranken gesetzt und gleichzeitig wurde die Meinungsfreiheit stark ausgeweitet. Glorreich trifft es gut, denn das ist bis heute die Basis für die westliche Demokratie, und die Ideen dahinter schwappten auf viele andere Länder, wie etwa Deutschland oder Österreich, über.

In England konnten im 18. Jahrhundert schon 80 Prozent der Männer lesen und schreiben. Bis heute gibt es Länder, vor allem in Teilen Afrikas, in denen der Wert niedriger ist. Im Tschad können etwa nur 30 Prozent der Männer lesen. Auch der Staat und die Bürokratie waren in Teilen Europas schon sehr weit entwickelt.

Eine Theorie, warum das so ist, sind die vielen Kriege, die die Franzosen, die Deutschen oder die Engländer über die Jahrhunderte miteinander und auf Eroberungszügen in der Welt geführt haben. Man musste dafür immer stärker und innovativer werden. Dazu brauchte es einen Staat, der funktionierte, der Steuern einhob – und in Kriegszeiten überzeugte man die Bevölkerung eher davon, dass die Steuerlast schon wieder erhöht werden musste.

Das sorgte für Bedingungen, in denen wirtschaftlicher Fortschritt möglich wurde. Mit der Zeit führten die vielen neuen Erfindungen dazu, dass einige Länder massiven Reichtum anhäuften. Warum aber klappte das nicht überall?

Blicken wir nach Subsahara-Afrika, denn dort leben die meisten Armen auf der Welt. Am besten teilen wir das Ganze in zwei Phasen auf. In Phase eins, bis ins Jahr 1500, gab es nicht sehr viel Kontakt mit Europa. Die Sahara war schwer zu überwinden. Schon damals unterschieden sich Afrika und Europa stark. Im Schnitt lebten auf der gleichen Fläche in Europa fast zehn Mal mehr Menschen. Südlich der Sahara gab es weniger zentralisierte Staaten.

Zwar blühten Gesellschaften auf, etwa Aksum in Nordäthiopien oder Timbuktu im heutigen Mali, das vor 600 Jahren ein Zentrum der Bildung war. Den Wettbewerb von Staaten, die Krieg führten, gab es im Afrika südlich der Sahara viel weniger. Die Schrift wurde in Nordafrika erfunden, schaffte es nach Äthiopien, aber nie weiter südlich. Außerhalb Äthiopiens wurde der Pflug nie eingesetzt und auch nicht das Rad.

In Phase eins war Afrika also schon technologisch deutlich weniger fortgeschritten als Europa. Kommen wir zu Phase zwei: Die Europäer beuteten den Kontinent schonungslos aus. Laut dem Ökonomen Nathan Nunn sind zwischen 1400 und 1900 etwa 18 Millionen Menschen als Sklaven verkauft worden. Das war aber leider noch lange nicht alles. Denn vor etwa 150 Jahren, als die Kindersterblichkeit in Ländern wie Deutschland langsam zurück ging, entschloss sich die Elite Europas, den afrikanischen Kontinent aufzuteilen.

Aus den willkürlich gezogenen Grenzen entwickelten sich Länder, die zu einem Gutteil bis heute so bestehen. In vielen leben dutzende Ethnien, die eigentlich wenig miteinander am Hut haben. Zwar gibt es in Afrika bis heute relativ wenig Kriege zwischen Staaten. Aber innerhalb vieler Staaten brodelt es. Infrastruktur, Gesundheits- oder Bildungswesen funktionieren nicht gut. Der Kolonialismus wirkt nach. Das Staatsoberhaupt hat in manchen Ländern fast die ganze Macht, Politik ist personalisiert, das Parlament und politische Parteien sind schwach. Kein Wunder also, dass es die Industrialisierung noch immer nicht in viele Länder des Kontinents geschafft hat.

Und was können wir daran jetzt ändern? Staaten in Afrika zum Funktionieren zu bringen, damit tun wir uns von Berlin oder Wien aus schwer. Das passiert vor Ort. Es hat sich schon viel getan, die Armut geht zurück, immer weniger Kinder sterben – auch wenn es immer noch viel zuviele sind. Doch einige Länder wie Botswana oder Mauritius haben die Armut extrem reduziert.

Mit 17 habe ich mich gefragt, was ein einzelner Mensch gegen Armut tun kann. Heute weiß ich, dass weder ich noch ein anderer Europäer Afrika „rettet“. Trotzdem kann man etwas tun: Sich für eine offene Welt und Austausch einsetzen. Für eine Welt, in der Migration positiv begegnet und Wissen ausgetauscht wird. Man kann sich für Klimapolitik stark machen – gerade ohnehin schon heiße Länder in Teilen Afrikas, Indien oder Brasilien leiden unter dem veränderten Klima.

Und bei all den Problemen dürfen wir nicht vergessen, dass sich sehr vieles zum Besseren verändert. Bei meiner Geburt lebten auf der Welt 1,8 Milliarden Menschen in extremer Armut. Heute sind es laut seriösen Schätzungen 600 Millionen Menschen. Noch nie in der Geschichte lebte ein so kleiner Anteil der Menschheit – unter zehn Prozent – in Armut. Nicht alles ist gut, aber vieles wird besser.

Dieser Text ist am 21. Dezember auf Seite 3 im Mannheimer Morgen erschienen. Er basiert auf Kapitel 2 und 3 meines Buchs Alles gut?! Unangenehme Fragen und optimistische Antworten für eine gerechtere Welt.

Bildquelle: Klaus-Uwe Gerhardt  / pixelio.de

Was du schon immer über Erklär mir die Welt wissen wolltest

Ich sitze wie auf Nadeln, weil ich auf die Fahnen meines Buchs warte. Um mich abzulenken, habe ich mir die Statistiken von Erklär mir die Welt genauer angesehen. Weil ich unter anderem von Unterstützung lebe – derzeit finanzieren 130 Menschen monatlich den Podcast mit einem kleinen Betrag  – mache ich die Zahlen hier für alle öffentlich.

Seit März 2018 ist der Podcast 672.000 Mal heruntergeladen worden. Das sind im Schnitt 9600 Downloads pro Folge. Weil er nicht von Beginn an so viele Downloads hatte, sind die aktuellen Zahlen höher. Derzeit wird der Podcast in etwa 16.000 Mal pro Woche heruntergeladen.

11.000 Menschen haben den Podcast auf Spotify abonniert. Über Podcast-Apps wie etwa Apple Podcasts oder CastBox kommen laut Feedburner in etwa 7000 dazu. Mehr als 400 Menschen erhalten Folgen per WhatsApp auf ihr Handy. Ich denke, dass inklusive Soziale Medien also knapp 20.000 Menschen regelmäßig mit Erklär mir die Welt in Kontakt kommen.

Das sind sehr verlässliche Zahlen nach dem internationalen Standard IAB 2.0. Wer also nur reinhört und nach unter einer Minute wieder aufhört, wird nicht gezählt. Es gibt keine Doppel-Zählungen, weil mehrfach vom Server abgerufen wurde, etc.; viele Zahlen, die ihr über Podcasts hört, sind nicht gerade verlässlich. Der Standard IAB 2.0 macht sicher.

Sehr spannend finde ich, wie relevant Spotify für mich geworden ist. 36 Prozent meiner gesamten Downloads laufen über die Plattform. Apple Podcasts kommt auf 28 Prozent, inklusive iTunes (3%) gehen 31 Prozent auf die Kappe von Apple. CastBox ist Nummer drei mit 12 Prozent und Podcast & Radio Addict liefert 5 Prozent. Der Rest ist breit gestreut.

Über die 31 Prozent von Apple komme ich zu den wahrscheinlich am erfreulichsten Zahlen: Im Durchschnitt werden 80 Prozent einer Episode angehört. Das sind knapp 25 von 30 Minuten. Das sind im Zeitalter von Social Media und Clickbait geradezu sensationelle Werte. Die Daten von Apple sind Teil eines Statistiktoools, das aber erst in der Beta-Version ist.

Von den 36 Prozent auf Spotify weiß ich auch, wer sie sind (vom Rest nur grob). 54 Prozent identifizieren sich als weiblich und 44 Prozent als männlich. 84 Prozent meiner Spotify-Hörer*innen sind jünger als 34. 56 Prozent sind unter 27 und ein Viertel unter 22. Das freut mich.

Am Schluss noch ein Fun fact. Spotify zeigt auch an, was die Menschen, die meinem Podcast lauschen, sonst hören. 4 von 5 mag ich auch. Ob Ed Sheeran trotzdem mal zu mir in den Podcast kommt?

PS: Ich lebe von eurer Unterstützung, der Podcast ist gratis. Wer gut findet, was ich mache, kann mich unkompliziert hier unterstützen. Ab und zu gibt es im Podcast auch Werbung oder Kooperationen. Wie das geht, steht hier. Wenn du Interesse hast, kontaktiere mich bitte per Mail: andreas.sator@gmail.com